Zwei Diskussionen sind weit oben auf der Tagesordnung jeder Informatik - ach generalisieren wir - Unternehmung.
Agilität um auf neue Geschäftsanforderungen reagieren zu können und die Sicherstellung der Informations- und Datensicherheit im Unternehmen.
Glaubt man der Berater- und Artikelschar, muss dazu nur ganz viel neues getan werden um in beiden Themen zu reüssieren. Persönlich halte ich aber eine recht altmodische Disziplin im Bereich Informatik für einen grundlegenden Erfolgsfaktor für beides: Inventarisierung.
Viele Jahre ist es her, da wurde dem jungen Architekten Philip Büchler die Software- und Systemkartographie nahe gebracht. Ein Unding von einem Werkzeug welches man befüttern musste, um seine Projekte in den Betrieb übergeben zu dürfen. Das übelste daran, es waren natürlich auch keine Umsysteme vorhanden die man gar nicht im Projekt einführte. Die Kartographierung respektive Modellierung dieser Systeme war also immer wie das Entwirren des gordischen Knotens. Doch es hat auch einen niederen Ordnungsinstinkt in mir angesprochen. Die Erfassung von Systemen und Abhängigkeiten fing an Spass zu machen. Auch wenn das Werkzeug nicht gerade grossartig war, machte es Spass die Diagramme dann in der Intranet-Publikation zu sehen und zu hoffen es möge der Nachwelt mal hilfreich sein.
Passend zu meinen Gedanken beim Konsum des Interviews zwischen Kara Swisher und Jason Fried im Recode Decode Podcast, publiziert Inside IT einen Beitrag über die Homeoffice Umfrage bei Swisscom.
Dort sind eine Mehrzahl der Angestellten der Meinung, dass Homeoffice mehr Vorteile als Nachteile hat. Die Situation wird bei den meisten Firmen so sein und auch ich persönlich habe als langjähriger Homeoffice-Vergesser gewisse Vorzüge erleben dürfen. Für Firmen würden sich weitere Vorzüge ergeben. Spontan fallen mir die Einsparungs- resp. Umnutzungsmöglichkeiten von Büroräumlichkeiten ein. Grosser Vorteil wäre auch die Möglichkeit Talente breiter zu rekrutieren. Örtliche Nähe zum Büro würde wegfallen und man könnte international in ähnlichen Zeitzonen arbeiten. Während dem Lockdown war es absolut nahtlos mit Kollegen in unserem Barcelona Office zusammen zu arbeiten.
Jede Veränderung in der Informatik1 wird begleitet von neuen Begrifflichkeiten. Das Heer an Beratern und Produktherstellern muss ja Futter haben um auf Kundenfang zu geben. Ein sehr häufiger Begriff in meinem Alltag ist der “moderne Client”. Sei dies bezogen auf die Verwaltung von Endgeräten, Verteilung von Anwendungen oder die Kontrolle und Durchsetzung von Richtlinien - alles muss heute modern sein. Doch was macht denn den Kübel auf dem Tisch plötzlich modern? Das ich darauf mit einem Stift kritzeln kann? Oder reicht es schon ohne LAN-Kabel mit dem Internet verbunden zu sein? Und wenn ich jetzt meine Geräteflotte mit MobileIron, Airwatch oder Intune verwalte, bin ich dann schon modern?
Als SBB 2018 Microsoft Teams fürs ganze Unternehmen einführte, hatte man mittels PowerShell Magie zwei verschiedene Arten Teams erstellt. Teams für vertrauliche Dokumente und Teams für maximal intern klassifizierte Dokumente. Diese Einstellung hatte unter anderem zur Folge ob externe Gäste hinzugefügt werden konnten oder nicht. Eine der Säulen der Microsoft 365 Sicherheit ist nämlich der Umgang mit Externen.
Heute ist dies im Standardumfang von Microsoft 365 enthalten und ich möchte kurz zeigen wie man es macht.
Mein beinahe täglich Brot sind irgendwelche Konzepte oder Einstellungen auf mobilen Geräten vorzunehmen, zu testen und zu dokumentieren. Dabei sind Screenshots oder Screencasts natürlich ein sehr wichtiger Bestandteil der Dokumentation des Einfluss auf Enduser. Screenshots oder Aufzeichnungen auf dem Smartphone machen und dann auf den PC transferieren um es im Wiki oder in Dokumenten zu erfassen ist sowas von 2019. Weil man im Umfeld von Kunden aber nicht immer auf Desktops unterwegs ist, die frei Software installieren können, ist mir folgender Tipp schon oft zur Hilfe gekommen.
In der Photographie gibt es das Sprichwort: “Die beste Kamera ist die die du dabei hast”. Denn die Vollformat-Spiegelreflex zuhause im Schrank schiesst keine guten Bilder.
In der ersten Woche des verschärften Homeoffice machte ich mir recht viele Gedanken über meine Ausrüstung. Heute hat zwar jedes Notebook eine Webcam eingebaut, aber man möchte das Notebook ja vielleicht auch vor sich verwenden um zu zeichnen/skizzieren. Oder man findet es nicht optimal wie man von unten in die Nase gefilmt wird. Oder man hat keine ideale Beleuchtungssituation. Es gibt viele Gründe. Und ein bisschen war die Konsumlust auch dabei. Also überlegte ich eine externe Webcam anzuschaffen. Lieferengpässe, Kosten und überwältigende Auswahl liessen mich aber zur Vernunft kommen.
Auf Twitter fragte Nicola v. Greyerz nach einer Lösung für digitale Brainstormings. Unsere Quarantäne dürfte mit reduziertem Post-It Verbrauch deutlich zur Besserung von Waldbeständen beitragen.
Doch wie lösen wir die physische Distanz? Während sie in Meetings heute mehr oder weniger einfach überbrückt werden kann, ist es in Workshops durchaus schwieriger.
Es gibt sicher haufenweise “best of breed” Ansätze. Ich finde es aber immer charmant wenn man etwas nutzt, was fast alle zur Verfügung haben. Eine Möglichkeit ist deshalb “Sticky Notes” von Microsoft. Die gelben Zettelchen überall auf dem Bildschirm verteilt zu haben mag altbacken klingen, aber hört mich an.
Der Begriff “Dogfooding” kommt aus dem englischen Sprachgebrauch und beschreibt die Nutzung der eigenen Produkte durch Mitarbeitende. Eine äusserst löbliche Absicht um offensichtliche Versäumnisse des eigenen Produkts oder verwandter Prozesse zu erkennen.
Die Diskussionen rund um Heimarbeit und Videokonferenzen weckten aber Erinnerungen an eine Zeit, wo die Produktfirma deren Produkte meinen Lohn bezahlen ein nicht so löbliches Verhalten hatte.
Erlaubt mir etwas auszuholen. Wir schrieben die Jahre vor 2014. Steve Ballmer war CEO von Microsoft und Philip Büchler war Verfechter von Consumer-Produkten im Unternehmenseinsatz1. In dieser dunklen Ära hätte ich jeden für verrückt erklärt, der behauptet hätte ich würde eines Tages allen den Schritt in eine Microsoft-Produktfamilie anraten. Eine Produktfamilie die sogar noch einen nicht unerheblichen “Lock-In”-Effekt mit sich trägt.
Artikel über kleine Helferlein auf dem Computer, gibt es fast genau so viele wie Bilder von Katzen. Aber ich möchte es doch nicht verpassen, euch auf vier kleine Helferlein hinzuweisen1, welche ich noch als Geheimtipps erachte.
Phrase Express # Wer mit Text arbeitet, und sind wir ehrlich, dass sind wir alle, wird von Phrase Express profitieren können.
Phrase Express ist eine Textbausteinverwaltung. Ich nutze hiervon sicher nur einen Kleinstteil, aber es ist enorm hilfreich um wiederkehrende und längere Text-Elemente zu automatisieren. Ich benutze es häufig für Markdown Themen wie Links oder Bilder für mein Blog. Es liessen sich aber auch Mail-Signaturen, Agendas für Sitzungen und Strukturen für Dokumente definieren. Dabei lassen sich auch intelligente Funktionen wie automatisches Datum oder Elemente aus der Zwischenablage direkt als Variablen im Textbaustein definieren.
Blogs sind eine meiner längsten Liebe. Schon als die dahinterliegenden Anwendungen noch Newsscripts hiessen, habe ich regelmässig Blogs gelesen. Wenig später reizte es mich dann auch selber ins Internet zu publizieren. Versierte Internet-Benutzer finden diese Jugendsünden noch. Mit dem Weekend Reader habe ich dann 2013 - 2015 regelmässig eine Wochenzusammenfassung publiziert. Im Nachhinein eigentlich beeindruckend beständig. Das war jedoch der Anfang des Endes. Die Blog-Aktivität nahm immer mehr ab.
Im Hintergrund habe ich immer mal wieder den Unterbau gewechselt. Von Podcasts beständig darauf hingewiesen, probierte ich ein Jahr lang Squarespace. Das war toll, aber um nichts zu schreiben, musste ich nicht noch Geld zahlen. Also begab ich mich in die Welt von “Static Site Generators” und blieb bei Mixture hängen. Das war allerdings zu stark an ein Device gebunden und man hatte Arbeit mit der Publikation von Blog Posts. Ausserdem propagierte ich geschäftlich ja den Einsatz von “Software as a Service” - weshalb also den eigenen Blog bauen? Das war der Zeitpunkt wo vieles auf Medium migriert wurde.